Auszeichnungen - Ergebnisse - Prämierung Auszeichnung für Gestaltung und Tischlerhandwerk Tirol 2021

Die Ergebnisse - Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk Tirol 2021

Bereits zum dritten Mal lobte proHolz Tirol gemeinsam mit der Landesinnung der Tischler und des Holzgestaltenden Gewerbes die „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk“ aus. Coronabedingt konnte die Bekanntgabe der Ergebnisse dieses Mal nicht im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung stattfinden. Die Prämierung erfolgte nun Ende März als Sondersendung auf Tirol TV. Auch die Kooperationspartner als Mitauslober mussten auf die Ergebnisse bis zur Prämierung warten. Die 110 eingereichten Projekte stellten für die Jury, erneut unter dem Vorsitz des Designprofessors Günther Grall, eine Herausforderung dar. 5 Auszeichnungen, 5 Anerkennungen und 12 Nominierungen sind das Ergebnis einer intensiven Juryarbeit.

Juryvorsitzender Grall beschreibt kurz den Ablauf der Jurysitzung: „Bereits die als Nominierungen von der Jury gemeinsam herausgehobenen Projekte zeichneten sich durch ein hohes Niveau aus. Aus den Nominierungen wurden in der Folge Anerkennungen ausgewählt und aus diesen erfolgte letztendlich die Auswahl der fünf Auszeichnungen.“ Bei den von der Jury ausgewählten Projekten in fünf Kategorien darf sich jeweils das gesamte Team freuen – vom Auftraggeber über den Planer bis hin zum ausführenden Unternehmen. Die Trophäen, ein Würfel aus Glas und Holz, erhalten im Regelfall die Gestalter der mit einer „Auszeichnung“ bedachten Projekte, Urkunden alle am Projekt Beteiligten.

Teilnahmeberechtigt waren Tischlereien, DesignerInnen, ArchitektInnen, PlanerInnen, BauherrInnen und AuftraggeberInnen. Unter den eingereichten Projekten finden sich u.a. Inneneinrichtungen für Privathäuser, Gastronomie und Hotellerie, für Gewerbebetriebe, Büro- und Veranstaltungsräume sowie Designobjekte u.v.a.m.. Der 4-köpfigen Jury gehörten neben Prof. Mag.
Dr. Günther Grall von der FH Salzburg, Dr. Christine Müller, Chefredakteurin der Fachzeitschrift Architektur & Bau Forum, BIM-Stv. KommR Ing. Peter Pauschenwein, MSc. von der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter und Prof. DI Monika Smetana von der HTL Mödling Innenarchitektur an.

Es ist gemeinsames Ziel von proHolz Tirol und der Landesinnung der Tischler und des Holzgestaltenden Gewerbes die „Auszeichnung für Gestaltung und Tischlerhandwerk“, die nach 2013 und 2017 nun zum dritten Mal vergeben wurde, weiter zu etablieren und nach Möglichkeit – ebenso wie den Holzbaupreis – auch künftig im vierjährigen Abstand, durchzuführen. „Denn somit ergibt sich alle 2 Jahre landesweit eine beeindruckende Darstellung des heimischen Handwerks in Verbindung mit hervorragender Planung und ausgezeichnetem Design“, betonen proHolz-Vorsitzender Manfred Saurer und Innungsmeister der Tischler Klaus Buchauer.

LHStv. ÖR Josef Geisler brachte als für die Forst- und Holzwirtschaft zuständiges Mitglied der Tiroler Landesregierung in Form einer Videobotschaft bei der Prämierung seine Freude über die heimische Entwicklung zum Ausdruck: „Holz macht unser zu Hause wohnlich. Es vermittelt Beständigkeit, Sicherheit und zugleich Modernität. Die eingereichten Projekte unterstreichen all das und machen das Zusammenspiel von Design, Handwerk und Nachhaltigkeit eindrucksvoll sichtbar. Ich bin beeindruckt von der Vielfalt und dem Niveau der Einreichungen und gratuliere allen Preisträgern.“

„In den nächsten Wochen werden die mit Nominierungen, Anerkennungen und Auszeichnungen bedachten Projekte in einer Wanderausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, freut sich proHolz Tirol-Geschäftsführer Rüdiger Lex.

Einen Gesamtüberblick über die Ergebnisse des Wettbewerbs „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk Tirol 2021“ erhält man HIER oder mittels einer Broschüre, die bei proHolz Tirol kostenlos bezogen werden kann.

Prämierung auf Tirol TV

Auszeichnungen

Restaurant „Le Collectionneur”
Kategorie: Export
Projektstandort: Paris
Planung: Edouard Cohen & Alexandre Danan
Ausführung: Holzmanufaktur und Vitrinenbau Auer GmbH
Beurteilung der Jury:
Die prominent eingesetzte, skulpturhaft anmutende Decken­ und Wandgestaltung dominiert den Raum. Unterstützt durch integrierte Leuchtkörper, wird die organische Struktur und deren eigenständiger Charakter verstärkt. Die Raumskulptur zieht sich von außen in den Innenraum, was hinsichtlich ihrer Ausführungsqualität höchste Ansprüche erfüllt. Aufwendig gefertigte Einzelteile – durchwegs 3D­Baukörper – verschmelzen fast organisch anmutend zu einer Einheit oder anders gesagt zu einem Gesamtkunstwerk. Gefräst mit modernster CNC­Technik wird eine neue Stufe an Komplexität ermöglicht.

Stadtbibliothek Innsbruck
Kategorie: Objekt
Projektstandort: Innsbruck
Planung: LAAC ZT GmbH
Ausführung: Spechtenhauser Holz­ und Glasbau GmbH
Beurteilung der Jury:
Das mit seinen Ausmaßen von 5 × 9 Metern wirklich riesige Möbel, noch dazu mit ständig wechselnden Radien, ist perfekt gearbeitet. Es entstand ein Element, welches den Raum zoniert und eine klare Struktur schafft. Auch die um die Pultanlage angeordneten Trennelemente im Hintergrund sind raumhoch, gebogen und präzise ausgeführt. Der Akustik wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt, was insgesamt so etwas wie das geheime Wohnzimmer der Stadt Innsbruck ergibt.

Wohnung in Kitzbühel
Kategorie: Privat
Projektstandort: Kitzbühel
Planung: KITZMÜLLER ARCHITEKTUR ZT GmbH
Ausführung: Tischlerei Decker GmbH
Beurteilung der Jury:
Die großzügig angelegte Wohnung hat eine im Vergleich zur Ausdehnung der Räume niedrige Raumhöhe. Mit gestalterischen Interventionen gelang es jedoch, diese geschickt durch ein ausgeklügeltes Lichtkonzept zu kaschieren. Das Material­ und Farbkonzept ist kontrastreich und spannend. Die interessante kristalline Form des Küchenblocks wurde handwerklich sauber gelöst und die verdeckt liegenden Hochschränke ermöglichen mit dem verborgen angeordneten Arbeitsbereich unterschiedliche Raumstimmungen, von der funktionalen Küchenzone bis zur reduziert wirkenden Bar­Situation.

ABERJUNG OBJECT
Kategorie: Designobjekt/Serie
Planung: Aberjung GmbH
Ausführung: Tischlerei Lanser GmbH
Beurteilung der Jury:
Die fast sakral anmutenden, filigran wirkenden Solitärmöbel sind handwerklich perfekt ausgeführt und umgesetzt. Durchwegs wurden dabei traditionelle Möbeltypen herangezogen und neu interpretiert. Allen Objekten ist gemeinsam, dass die Nutzung funktional anpassbar ist und sich deren Form beim Gebrauch verändert. Als Leitmotiv diente wohl „Zurückhaltung” – inspiriert von der traditionellen Naturlandschaft, in der sie gefertigt wurden – künstlerisch interpretiert und mit höchster, fast perfektionistischer Präzision umgesetzt

Giggijochbahn
Kategorie: Bautischlerarbeiten
Projektstandtort: Sölden
Planung: Obermoser Arch OmoZT GmbH
Ausführung: Spechtenhauser Holz- und Glasbau GmbH
Beurteilung der Jury:
In dem massiven, als Freiform konzipierten Baukörper der Talstation fügen sich die filigran wirkenden, innen wie außen flächenbündig in die Gebäudehülle eingesetzten Holzfenster perfekt ein. In ihren Details aufwendig gestaltet, bestechen diese durch ihre im Kontext einer Liftstation in hochalpinen Regionen ungewohnt hohe Präzision der Ausführungsqualität. Dank einer ausgeklügelten Konstruktion und damit einhergehender Funktionalität erscheinen die gebogenen Fenster sehr zart, wobei auch die in dieser Höhenlage extremen witterungsbedingten Anforderungen Berücksichtigung fanden. Perfekt gestaltet, geplant und ausgeführt gelingt es dadurch, den außergewöhnlichen architektonischen Gesamteindruck des Gebäudes wesentlich zu unterstreichen.

Auszeichnungen, Anerkennungen, Nominierungen, Einreichungen

Alle Ergebnisse – Auszeichnungen, Anerkennungen, Nominierungen und Einreichungen – finden Sie HIER

Am 26. März um 18:30 Uhr wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Sondersendung auf Tirol TV verkündet. Sie finden die Sendung in der Mediathek von Tirol TV.

Wir gratulieren allen Preisträgern ganz herzlich!