Veranstaltungen - Tiroler Wertholzsubmission 2026

Tiroler Wertholzsubmission 2026

Good Practice für wertgerechte Holznutzung

Die Tiroler Nadel-Wertholzsubmission fand 2026 bereits zum 13. Mal statt. Insgesamt 550 ausgewählte Stämme mit rund 560 Kubikmeter Holz aus ganz Tirol – vereinzelt auch aus Vorarlberg – wurden dabei meistbietend versteigert. Organisiert wird die Submission vom Waldverband Tirol gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Tirol. proHolz Tirol war als Projektpartner von Bioeconomy Austria, der österreichweiten Plattform für Bioökonomie, beim Publikumstag Anfang Februar mit dabei und machte sich ein Bild vom Wertholz, das entlang eines Forstweges zur Schau gestellt wurde.

Im Mittelpunkt standen einmal mehr besonders hochwertige Starkhölzer der Baumarten Fichte, Lärche, Tanne, Zirbe und Kiefer. „Generell gefragt sind starke, möglichst gerade, feinjährige und astfreie Stämme, möglichst ohne Drehwuchs oder Harzgallen“, so proHolz-Vorstandsmitglied und Waldverbandsobmann Josef Fuchs. Diese Eigenschaften ermöglichen eine hochwertige Weiterverarbeitung – etwa zu Furnier, Instrumentenholz, Möbeln, Innenausbau, Schnitzholz oder Schindeln.

 

Wertgerechte Verwendung im Sinne der Bioökonomie

Wertholzsubmissionen sind anschauliche Praxisbeispiele für die Ziele der österreichweiten Bioökonomie-Strategie. Im Zentrum steht dabei unter anderem die wertgerechte Verwendung biogener Rohstoffe – insbesondere von Holz als regional verfügbarem, nachwachsendem Rohstoff.

Anstatt hochwertige Stämme in Standardanwendungen einzusetzen, sorgt das Submissionsverfahren dafür, dass besondere Qualitäten erkannt, transparent bewertet und jenen Betrieben zugeführt werden, die sie optimal nutzen können. Dadurch entstehen zusätzliche langlebige, hochwertige Produkte mit hoher Wertschöpfung und langfristiger Kohlenstoffspeicherung.

Die Tiroler Nadel-Wertholzsubmission zeigt somit beispielhaft, wie nachhaltige Waldbewirtschaftung, Markttransparenz und Qualitätsorientierung ineinandergreifen – und wie Holz im Sinne der Bioökonomie möglichst effizient und wertsteigernd eingesetzt werden kann.

 

Foto: v. l.: Simon Holzknecht von proHolz Tirol mit Waldverbands-Obmann Josef Fuchs und Waldverbandsgeschäftsführer Klaus Viertler
© proHolz Tirol