Presse - Mehr Holz für besseres Klima

Mehr Holz für ein besseres Klima

proHolz Tirol bringt gemeinsam mit der Landeshauptstadt Innsbruck von Anfang Mai bis Mitte Juni 2022 Holz in die Stadt. 40 m3 Holz aus naturnahen und nachhaltig bewirtschafteten Tiroler Wäldern, aufgestapelt zu einem Quader mit den Ausmaßen 4,4 m x 5,4 m x 2,9 m dominieren den Platz vor dem Tiroler Landestheater. Dies entspricht jener Holzmenge, die für die Errichtung eines Einfamilienhauses in Holzbauweise benötigt wird. Gleichzeitig wächst diese Menge in Österreichs Wäldern in 40 Sekunden nach.

Klimafitte Wälder
„Klima schützen durch Holz nützen“ ist ein Apell. Einerseits garantiert eine fachgerechte Bewirtschaftung, in Hinblick auf vermehrte Trockenheit und Belastungen durch Stürme und weitere klimatische Herausforderungen, die Stabilität unserer Wälder. Andererseits steht uns durch die Bewirtschaftung ein nachhaltiger heimischer Rohstoff zur Verfügung, den wir mit ruhigem Gewissen auch noch vermehrt verwenden dürfen.
Der Bedarf nach Wohnraum steigt stetig. Wenn dabei mehr Holz eingesetzt wird, auch zur Substituierung anderer Baustoffe, wird mehr Kohlenstoff aus dem klimaschädlichen CO2 langfristig gespeichert.
„Gerade die Stadt Innsbruck hat einen wachsenden Baubedarf, vor allem für Familien und studentisches Wohnen. Es ist Ziel, in Innsbruck das Bauwesen klimafreundlicher zu gestalten und deshalb freue ich mich als Bürgermeister mit dieser plakativen „Holzdemonstration“, in Form von 40 m3 Bauholz, unsere Absicht zu thematisieren“, bekundet Bgm. Georg Willi. Weiters lässt der Bürgermeister mit einem interessanten Vorschlag aufhorchen: „Es wäre schon überlegenswert, bei geplanten kommunalen Bauten zunächst immer von einer Holzbauweise auszugehen und erst, wenn es eine fachlich fundierte Begründung gibt, die den Holzeinsatz ausschließt, davon abzugehen.“

Kohlenstoffspeicher Holzbau
Um den Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter zu erleichtern, ist die Forcierung der Holzverwendung im Baubereich und eine damit einhergehende Einsparung von energieintensiven Baustoffen unumgänglich. „Mit Holz zu bauen, heißt das Klima aktiv zu schützen. Holzbauten verlängern den Kohlenstoffspeicher aus dem Wald. Jeder Kubikmeter verbautes Holz bindet eine Tonne CO2 langfristig. Es wäre schön, wenn unsere Alpenstadt zum Vorzeigebeispiel für den modernen Holzbau wird“, ergänzt Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.

Mehr Holz nutzbar
Allein in Österreich wachsen jedes Jahr 30 Millionen Kubikmeter Holz nach, wovon nur rund 80 Prozent genutzt werden. Holz stofflich zu nutzen – also z.B. als Baustoff – erhöht die Wertschöpfung, die mit dem heimischen Rohstoff erzielt werden kann. Forstdirektor Josef Fuchs, Gruppe Forst vom Amt der Tiroler Landesregierung, präzisiert: „Die Forstwirtschaft sichert uns durch nachhaltige Bewirtschaftung den Lebensraum Wald. Sie ermöglicht die langfristige Verfügbarkeit von Holz als nachwachsender Rohstoff, der bei uns in Tirol direkt vor der Haustüre wächst. Durch fachgerechte Bewirtschaftung und nachhaltige Holznutzung werden unsere Bergwälder stabiler gegen den Klimawandel und tragen zur CO2-Einsparung bei.

Klimastrategie beschlossen
Kürzlich hat die Tiroler Landesregierung ein Maßnahmenpaket zur Nachhaltigkeits- und Klimastrategie beschlossen. Dem nachhaltigen Bauen kommt dabei eine besondere Rolle zu. Der Bau und Betrieb von Gebäuden sind für fast 40 Prozent der weltweit erzeugten CO2-Emissionen verantwortlich. Somit ist es auch für Tirol ein Gebot der Stunde das CO2-Einsparungspotential im Baubereich zu realisieren, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. „Holz ist dabei der entscheidende Baustoff. Zusätzlich stärkt die Verwendung von Holz die regionale Wirtschaft, von den Waldbesitzern und holzverarbeitenden Betrieben bis hin zum Holzbau- und Tischlergewerbe. Immerhin über 30.000 Menschen beziehen in Tirol Einkommen aus der Forst- und Holzwirtschaft und in Tirol produzierte Holzwerkstoffe für den Bau- und Möbelbereich sowie komplette Holzbauten sind international gefragt“, so Helmut Troger, Fachgruppenobmann der Holzindustrie in der Wirtschaftskammer Tirol.

Die nun vor dem Landestheater präsentierte Holzinstallation soll auf ungewöhnliche Weise für Bewusstseinsbildung sorgen, da, wie bereits betont wurde, Holz besonders auch für das Bundesland Tirol ein zentraler und nachhaltiger Rohstoff ist. Holz sorgt bei der Errichtung von Gebäuden – wie Wohn- und Bürobauten oder Werkshallen – nicht nur für Klimaschutz, sondern auch für ein optimales Wohn- und Raumklima.

Holz verbessert Bauablauf
Es gibt aber auch rein technische und logistische Gründe für mehr Holzeinsatz im Bauwesen: „Bauen mit Holz findet weniger auf der Baustelle, sondern viel mehr in witterungsunabhängigen Produktionshallen statt. Die Montage am Bau erfolgt in kürzester Zeit, die Materialtransporte zur Baustelle reduzieren sich auf rund ein Drittel gegenüber konventionellen Bauweisen. Dadurch erfolgt der Bau lärm- und störungsarm und die zunehmende Verkehrsbelastung wird reduziert. Bei rund einem Drittel der Holzbauten in Österreich ist Holz bereits der wesentliche Baustoff,“ so Manfred Saurer, Vorstandsvorsitzender von proHolz Tirol, abschließend.

Bilder (©proholz/alexschmidt.at):
Bild 1:
v.l.: Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Innsbruck Ing. Mag. Johannes Anzengruber BSc, proHolz Tirol-Vorstandsvorsitzender Manfred Saurer, Bürgermeister der Stadt Innsbruck Georg Willi, Landesforstdirektor DI Josef Fuchs, Fachgruppenobmann der Holzindustrie in der Wirtschaftskammer Tirol KommR Helmut Troger und Geschäftsführer von proHolz Tirol DI Rüdiger Lex erläutern die Bedeutung der Holzskulptur, nämlich die Symbolisierung des Beitrags der Holzverwendung für ein besseres Klima, der Presse.

Bild 2:
Die vor dem Landestheater Innsbruck von proHolz Tirol gemeinsam mit der Stadt Innsbruck präsentierte Holzskulptur „Footprint“ informiert zum klimaverbessernden Beitrag einer vermehrten Holzverwendung mit interessanten Daten und Fakten.
v.l.: Bürgermeister der Stadt Innsbruck Georg Willi, Landesforstdirektor DI Josef Fuchs, proHolz Tirol-Vorstandsvorsitzender Manfred Saurer, Fachgruppenobmann der Holzindustrie in der Wirtschaftskammer Tirol KommR Helmut Troger, Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Innsbruck Ing. Mag. Johannes Anzengruber BSc, proHolz Tirol DI Rüdiger Lex;

Bild 3 und 4:
Die 40 m3 große Holzskulptur ist bis Mitte Juni vor dem Landestheater in Innsbruck zu besichtigen.