Projekte - Firmen- und Baustellenbesichtigung in Brixen / Südtirol

Innovative Technik. Überregionale Vernetzung. Beeindruckendes Handwerk.

Sich endlich wieder ein Bild vor Ort machen, das war es, was 30 UnternehmerInnen und VetreterInnen von Institutionen und Forschungspartnern vor kurzem nach Brixen gelockt hat. proHolz Tirol organisierte in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol (Wood & Construction Innovation) ganz im Sinne des EUREGIO-Gedankens eine eintägige Fachexkursion nach Brixen im Rahmen der EU-Förderprojekte Build-in-Wood und BIGWOOD. Neben interessanten Impulsen und spannenden Vorträgen, war die überregionale Vernetzung ein Hauptziel der gemeinsamen Veranstaltung.

Materialeffizienz durch Holzscanner

Die Firma Microtec mit Hauptsitz in Brixen bezeichnet sich selbst als „weltweiten Technologiepartner der holzverarbeitenden Industrie“. Ihre Rundholz-Scanner arbeiten unter anderem mit künstlicher Intelligenz und erlauben Sägewerken das Beste aus ihren Stämmen herauszuholen. Die ExkursionsteilnehmerInnen konnten live bei den Scanvorgängen dabei sein und ihre Fragen direkt an die Experten stellen.
Die EU-Projekte Build-in-Wood und BIGWOOD stehen dafür, künftig eine große Anzahl der mehrgeschossigen Wohngebäude regional und international in Holzbauweise zu errichten. Um hier der vermehrten Nachfrage und dem damit verbundenen Materialbedarf gerecht zu werden, sind innovative Lösungen zur Steigerung des Materialoutputs – wie eben Microtecs Holzscanner- gefragt.

Vierstöckiger Holzbau für Diözese

Am Nachmittag besuchten die ExkursionsteilnehmerInnen die Holz-Baustelle des von der Diözese Bozen-Brixen in Auftrag gegebenen viergeschossigen Wohngebäudes „St. Albuin“. In der Nähe des Hofburggartens mitten in der Bischofsstadt Brixen entsteht eine neuartige Vollholzanlage in „Klimahaus A Nature Standard“. Der Bauherr, Diözesanökonom Franz Kripp, betonte: „Der gesamte Holzbedarf für dieses Projekt – geplant von Arch. Christine Pfeifer von Pfeifer Partners aus Eppan – kann mit Holz aus den eigenen Wäldern der Diözese in Süd- und Osttirol gedeckt werden. Das meiste davon sogar aus dem Windwurf von 2018.“ Auch der Auftrag an lokale Firmen war für den Auftraggeber Teil des Konzepts sowie den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen.

Das Projekt wird vom Holzbaubetrieb Holzius aus Prad am Stilfserjoch umgesetzt, deren eigens entwickeltes Bausystem eine leimfreie Konstruktion ermöglicht. Das Bauwerk wird neben den Büros der Forststation Brixen auch 12 Wohnungen beinhalten.

Zum Abschluss dieses durchaus interessanten Tages tauschten sich die Teilnehmer noch bei einem lokalen Bauernbuffet aus.

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Bild 1 (©VIVIUS):
Die ExkursionsteilnehmerInnen vor der Baustelle des Viergeschossers „St. Albuin“.

Bild 2 (©proHolz Tirol):
Die Firma Microtec gewährte in ihrem Schauraum in Brixen interessante Einblicke in die Scannertechnologie.

Impressionen